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Norweger lassen sich Altenpflege dreimal mehr kosten als Deutsche (07.04.2011)

Hans-Werner Bärsch vom Förderverein Altenhilfe Muldental hält Vortrag in Brandis

Brandis. "In Norwegen hat die Altenpflege einen sehr, sehr hohen Stellenwert. Dafür wird dort prozentual dreimal soviel Geld ausgegeben wie in Deutschland." Diese Erkenntnis hat Hans-Werner Bärsch von einer Studienreise durch dieses skandinavische Land gewonnen und bei einem Vortrag im Altenpflegeheim Brandis weitergegeben.

Das, so der Vorsitzende des Fördervereins Altenhilfe Muldental, sei einer gesunden Wirtschaft mit nur vier Prozent Arbeitslosen zu verdanken. Das verdiente Geld komme aber nicht nur der Altenpflege zugute, auch die Jugendhilfe profitiere mit ähnlich hohem Stellenwert davon, sagte Bärsch. Das Erfolgsrezept sei die Gesundheitspolitik. "In Norwegen ist das gesamte Gesundheitswesen staatlich. Es gibt nicht wie in Deutschland Hunderte von kostenintensiven Krankenkassen - es gibt nur eine staatliche Kasse, nur staatliche Pflegeheime und nur staatliche Krankenhäuser. Und dort würden nicht -zig verschiedene Gesundheitskommissionen oder -dienste entscheiden, sondern nur eine zuständige Stelle sage, welche medizinische Hilfeleistung und Pflege, oder welche Medikamente und Therapien die Menschen brauchen.

Da drängt sich die Frage auf, warum das Modell der Gesundheitspolitik nicht auch in Deutschland Schule macht? Um darauf eine erschöpfende Antwort zu bekommen, müsse man die gesellschaftliche Entwicklung von Deutschland beleuchten. Dazu Bärsch: "Der Kommunismus hat versagt, der hat sich nur um das Volk gekümmert, solange es gearbeitet hat. Deswegen gab es auch kaum Pflegeheime. Und die Marktwirtschaft hat für mich auch versagt, weil das Profitstreben größer ist als die humanitäre Hilfsbereitschaft. Ein gutes Gesundheitswesen darf vom Grundsatz her keinen Profit erwirtschaften", fordert Bärsch eindringlich. "Wenn wir nicht dokumentieren, dass es auch anders geht, wird das unserer Gesellschaft eines schönen Tages mächtig auf die Füße fallen."

Text zum Foto: Hans-Werner Bärsch (M.) berichtete über norwegische Gesundheitspolitik: Paul Sroczinsky (r.) und Walter Grunwald gehörten zu den Zuhörern.

Frank Schmidt Walzig (fsw) Foto- und Pressearbeit Freier Fotojournalist
Leipziger Volkszeitung Ausgabe Muldental 05.04.2011 Seite 17
Foto: Frank Schmidt

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