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BIVA e.V. begrüßt den 6. Altenbericht der Bundesregierung als Wegweiser für das Verständnis des Alters in unserer Gesellschaft (13.01.2011)

Vor wenigen Tagen wurde der vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebene 6. Altenbericht der Bundesregierung zum Thema "Altersbilder in der Gesellschaft" veröffentlicht. Der damit verbundene Appell an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, sich mit den ungeahnten Möglichkeiten des Alters und seinen vielfältigen Lebensformen auseinander zu setzen, entspricht der immer wieder vertretenen Aussage der BIVA. "Endlich wird erkannt und öffentlich gemacht, welche Potenziale in den Menschen ab 65 stecken und welche Ressourcen sie für die Gesellschaft bilden", unterstreicht Heinz Drenkberg, Vorsitzender des Vorstandes der BIVA.

"Wir haben schon immer darauf hingewiesen, dass negative Altersbilder zu einer verzerrten Wahrnehmung des Alters führen und Hilfen - wo sie altersbedingt nötig werden – erschweren", ergänzt Katrin Markus, Geschäftsführerin der BIVA. Die BIVA setzt sich seit über 35 Jahren für ein würdevolles und die Rechte wahrendes Leben in Alten- und Pflegeheimen sowie Einrichtungen für Betreutes Wohnen ein. "Die Menschen in diesen Einrichtungen wollen ein individuell geplantes und gestaltetes Leben führen, das – wie in früheren Lebensphasen auch - durchaus anders aussehen kann, als das der Zimmernachbarn. Diese Tatsachen müssen in das Bewusstsein der Gesellschaft dringen und zu Antworten führen, die den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern gerecht werden, denn altern tun wir alle."

Der 6. Altenbericht macht deutlich, welchen Einfluss die in der Gesellschaft verankerten Altersbilder auf den Einzelnen in seiner individuellen Lebensplanung haben. Wird Alter z.B. mit Krankheit gleichgesetzt, kann dies dazu führen, dass mögliche medizinische Unterstützungsmaßnahmen in bestimmten Alterssituationen unterbleiben. Beispielhaft ist hier auf die immer wieder aufkommende Diskussion über die Vertretbarkeit von Heilbehandlungskosten bei älteren Menschen hinzuweisen. Wird Alter mit Unselbständigkeit gleichgesetzt, hat dies zur Folge, dass es von der Gesellschaft hingenommen wird, wenn die alten Menschen in Heimen ihre Rechte weder kennen, noch mitwirkend umsetzen können. "Umso wichtiger ist es", betont Katrin Markus, "dass, nachdem die Zusammenhänge durch den 6. Altenbericht nun deutlich geworden sind, die vorherrschenden Altersbilder wertneutral verändert werden. DAS Alter gibt es nämlich nicht, sondern immer mehr ältere Menschen, die selbstbestimmt und unbeeinflusst so altern möchten, wie es ihren Vorstellungen und Möglichkeiten entspricht."

Die BIVA fördert diese Entwicklung, indem sie mit ihrer Arbeit dazu beiträgt, dass sich die gesellschaftliche Sichtweise ändert. "Wir bieten den Bewohnerinnen und Bewohnern, ihren Angehörigen und ehrenamtlichen Helfern, aber auch den von ihnen gewählten Beiräten Informationen, Beratungen und Schulungen zu allen Themen rund um die stationäre Betreuung an. Damit wollen wir erreichen, dass die Menschen in den Einrichtungen nicht weiterhin als Almosenempfänger gesehen werden, sondern als Verbraucher mit selbstverständlichen Rechten und Qualitätsansprüchen", so Katrin Markus. Dass endlich ein Bericht der Bundesregierung diesen Appell an Politik, Gesellschaft und Wirtschaft weitergibt, ist erfreulich.

Näheres zur Arbeit der BIVA, den laufenden Projekten und zur Stärkung der Verbraucherrechte erfahren Sie bei der Geschäftsstelle der

Presseerklärung 07.12.2010

BIVA
BundesInteressenVertretung der nutzerinnen und nutzer von wohn- und betreuungsangeboten im Alter und bei behinderung (BIVA) e.v.
Vorgebirgsstrasse 1, 53913 Swisttal-Heimerzheim
Tel.: 02254.7045;2812, Fax: 02254.7046, Email: info@biva.de, Internet: www.biva.de

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