Förderverein Altershilfe Muldental e.V.
 
   

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Preis für gelebtes Miteinander (25.06.2009)

Brandiser Projekt in Dresden mit Generationenpreis geehrt / Über 300 Bewerbungen beim Freistaat

Brandis. Große Freude in Brandis: Das Kooperationsprojekt "Generationenaustausch" zwischen dem Altenpflegeheim Bergstraße, dem Brandiser Gymnasium Brandis, dem Förderverein Altershilfe Muldental und dem Förderverein des Gymnasiums wurde jetzt in Dresden mit einem zweiten Preis geehrt. Mit viel Zuspruch und 1000 Euro kehrten die Brandiser aus der Landeshauptstadt zurück.

Erstmals verlieh Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich in der Sächsischen Staatskanzlei den Generationenpreis. Fast 300 eingereichten Projekte gingen an den Start um die Lorbeeren. Zwölf davon landeten im Ziel und hatten damit Aussicht auf die ausgelobten Preisgelder. Immerhin 15 000 Euro stellte der Freistaat dafür zur Verfügung. Die Brandiser durften sich über einen Tausender freuen.
2006 wurde der Kooperationsvertrag "Generationenaustausch" geschlossen. Er besiegelte die bereits gelaufenen Aktionen der Teilnehmer. Dabei ware gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gesammelt worden. Im Vertrag galt es, künftige Ziele zu fixieren. Mit Aktivitäten in verschiedenen Bereichen sollen Generationen verbunden weden. Der Erfahrungsschatz der älteren Mitmenschen soll jungen Schülern zugänglich werden. Überzeugt sind die Initiatoren davon, dass es vor allem durch praktisches Miteinander gelingt, den Solidaritätsgedanken zwischen den Generationen zu fördern.
Zudem wachse durch die Zusammenarbeit die Sensibilität für die aktuellen Probleme im Land. Die Überalterung der deutschen Bevölkerung ist nicht mehr nur ein von Politikern oft gebrauchter Begriff. Die Brandiser punkteten bei der siebenköpfigen Jury indes nicht mit der Absichtserklärung, sondern vielmehr mit nachweisbar bereits geknüpften Banden zwischen den Generationen. Die gibt es mittlerweile in verschiedenen Bereichen, die sich unter anderem thematisch an Unterrichtsfächern des Gymnasiums orientieren.
So werden im Altenpflegeheim Ausstellungen mit Kunstwerken der Gymnasiasten installiert werden. Im Projektzeitraum soll zudem eine Auktion von Kunstwerken gemeinsam vorbereitet werden. Musikalisch interessierte unter den Gymnasiasten gestalten Programme zu besonderen Höhepunkten und Anlässen des Pflegeheimes. Im Gegenzug werden rüstige Heimbewohner zu Kulturveranstaltungen in die Schule eingeladen. Außerdem sollen gemeinsame Musizierstunden mit Heimbewohnern zur Tradition werden. Auch die Fächer Ethik und Biologie konnten in die Vorhaben eingebracht werden. Hier steht die Themen Alzheimer-Krankheit und die Altersdemenz im Mittelpunkt. Vertreter des Altenpflegeheims sind die Experten im Unterricht.
Die wöchentliche Seniorenbetreuung im Internetcafé und die Pflege der Hard- und Software des Altenpflegeheimes ist Aufgabe des Bereiches Informatik. Für Aufmerksamkeit in Dresden sorgte auch das Geschichts-Projekt "Lebendige Geschichte erzählt von Senioren" Hier befragen Schüler die Heimbewohner zur Lebensund Zeitgeschichte, erkunden den Erfahrungsschatz alter Menschen und halten ihre Entdeckungen in unterschiedlichen Formen fest. Stunden, in denen gemeinsam gemalt oder gebastelt wird, Praktikumsplätze, die das Altenpflegeheim zur Verfügung stellt und mehr ergänzen das gelebte Miteinander der Generationen, das jetzt eine tolle Würdigung erfahren durfte.

Conny Hanspach
Leipziger Volkszeitung Ausgabe Muldental 24.06.2009 Seite 20
Foto: privat

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