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Pflegestützpunkt in Wurzen kann gemeinsames Projekt werden Förderverein Altenhilfe Muldental diskutierte mit Trägern der Altenpflege Wurzen (01.06.2008)

Plötzliche eigene Pflegebedürftigkeit oder die von Angehörigen können die Lebenssituation von einer Minute zur anderen total verändern. Hilfe ist dringend nötig, doch woher kann sie kommen? An wen kann, soll man sich wenden? Wer kennt sich aus und kann kompetenten Rat, Erste Hilfe quasi für den Schicksalsschlag, geben? Solche und andere Fragen standen gestern Nachmittag im Hintergrund eines Treffens im Haus 7 des Krankenhauses Wurzen. Hans-Werner Bärsch, Vorsitzender des Fördervereins Altenhilfe Muldental, hatte dorthin eingeladen, um genau dieser Problematik zu Leibe zu rücken und die Vereinskonzeption vorzustellen, mit der die oben gestellten Fragen beantwortet werden könnten. Kernpunkt: Hilfe gibt es am wirksamsten, wenn ein zentraler Pflegestützpunkt errichtet wird, in dem kompetente Fachleute sich der Betroffenen und/oder ihrer Angehörigen annehmen. Und sie aus ihrer profunden Kenntnis der Sozialgesetzbücher heraus durch das Gestrüpp zahlreicher Verordnungen und Paragraphen zu Pflegestufen etc. pp. sicher geleiten. Bärsch hatte alle in der Altenhilfe von Wurzen Tätigen eingeladen. Dazu waren Petra Köpping, Landrätin aus Borna, Sozialdezernent Jürgen Platz aus dem Grimmaer Landratsamt, Amtsleiter Thomas Boecker in Vertretung des Wurzener Oberbürgermeisters, Kreis- und Stadtrat Peter Konheiser (SPD) und auch Betroffene selbst erschienen. Andreas Ehrlich, Geschäftsführer des Wurzener Krankenhauses, das übrigens das Erdgeschoss in Haus 7 für einen künftigen Pflegestützpunkt zur Verfügung stellt, entfuhr der Ausruf: „So viele Träger der Altenhilfe habe ich noch nie an einem Tisch gesehen.“ Tatsächlich hatten AWO, Volksolidarität, Caritas, DRK und ein privater Wurzener Pflegedienst verantwortliche Vertreter entsandt. Alle Träger an einen Tisch – darum ging es gestern auch erst einmal bei diesem ersten Treffen. Obwohl die Idee des Pflegestützpunktes für bedürftige alte Menschen eine Lieblingsvision von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ist, hat die Berliner Zentrale die Problematik erst einmal auf die Länderebene geschoben, teilte Hans-Werner Bärsch mit. Am 2. Juli werde in Dresden eine Anhörung zum Thema stattfinden. Doch, so Bärsch, man solle nicht warten, bis Struktur- und Finanzfragen regierungsamtlich geklärt seien (nebenbei, die eingeladenen Pflegekassen waren der Diskussion gestern ferngeblieben), sondern sich eigenverantwortlich rasch zu gemeinsamer Aktion finden. In der Diskussion spielten etliche Probleme eine Rolle, von denen die Befürchtung einiger Träger, man könne Eigenständigkeit und letztlich Existenzberechtigung einbüßen, Fragen der Finanzierung eines solchen Projekts und die Qualifizierung der Pflegestützpunkt-Mitarbeiter wohl die gravierendsten waren. Sie sollen bei weiteren Treffen geklärt werden. Überein kam man gestern, die Sache im Interesse der Menschen anzupacken und dabei trägerübergreifend, solidarisch und vertrauensvoll zusammenzuwirken. Die Kommunalpolitik signalisierte Unterstützung.
Wulf Skaun
LVZ/Muldentalkreis, Seite 19

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