Förderverein Altershilfe Muldental e.V.
 
   

Förderverein Altershilfe Muldental e.V., An den Birken 1, 04821 Brandis

 
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Welt-Alzheimertages am 21.09.2019 und des 20. Jahrestages der Gründung des Fördervereins Altershilfe Muldental (09.10.2019)

Ich möchte Sie alle recht herzlich zu unserer heutigen öffentlichen Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag und 20. Jahrestag der Gründung unseres Vereins begrüßen.

Zunächst sage ich etwas zum Welt-Alzheimertag und zu unserem Verein. Danach wird Frau Dr. Woitek uns über das Neueste im Kampf gegen das Vergessen informieren und ich werde unsere neue Broschüre "Ehrenamt ist Ehrensache" vorstellen.

Eine Diskussionsrunde soll die Veranstaltung beenden.

Welt-Alzheimertag: 21. September
Der Welt-Alzheimertag wurde 1994 von Alzheimer's Disease International (ADI), dem Dachverband von 95 nationalen Alzheimer-Gesellschaften, ins Leben gerufen.
Dieser Tag soll weltweit aud die Krankheit und ihre Folgen für die betroffenen Menschen und ihre Familien aufmerksam machen. Am Welt-Alzheimertag und in der Woche der Demenz finden auch in Deutschland zahlreiche Veranstaltungen statt.
So auch heute - hier - im Rathaus Brandis.

Alzheimer-Krankheit und Demenz

In Deutschland leben rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz. Die meisten erkranken erst im höheren Alter, aber auch Menschen unter 65 Jahren können betroffen sein.
Von den 9.619 Einwohnern (Brandis) Ende 2017, gibt es 2.075 Einwohner über 65 Jahre und davon sind 215 Bürger an Demenz erkrankt.
In unserem Landkreis sind von 258.008 Einwohnern 61.032 über 65 Jahre und davon 6.297 an Demenz erkrankt.

Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Form der Demenz. Den Erkrankten fällt es zunehmend schwer, sich zu erinnern, planvoll zu handeln, sich räumlich und zeitlich zu orientieren. Bei anderen Demenzformen stehen Veränderungen der Persönlichkeit sowie im Umgang mit anderen Mensen im Vordergrund.

Menschen mit Demenz möchten sich weiterhin mit ihren Fähigkeiten einbringen und etwas Sinnvolles tun. Eine Demenz ist in der Regel nicht heilbar, doch es kann viel getan werden, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Begegnung wagen Menschen mit Demenz und Angehörige brauchen Verständnis und Unterstützung durch Freunde, Nachbarn und das gesellschaftliche Umfeld. Die Familien tragen die Hauptlast der Betreuung und Pflege von demenzkranken Menschen.
Demenz - Einander offen begegnen Für ein gutes Miteinander brauchen wir 0ffenheit in unserer Gesellschaft. Das gilt auch und ganz besonders in der Begegnung mit Menschen mit Demenz. Sie und ihre Angehörigen sollen erleben, dass sie trotz der Erkrankung akzeptiert werden und dazugehören.

Demenz kann zu ungewöhnlichen Verhalten führen, Menschen mit Demenz fallen auf. Wichtig ist, dass sich Freunde, Familie, Nachbarn und Mitbürger nicht abwenden, sondern Verständnis und Toleranz zeigen. Die Betroffenen wollen weiterhin an gemeinsamen Aktivitäten teilhaben, ihre Hobbys und den Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten. Wenn sie 0ffenheit erfahren, fällt es ihnen leichter, selbst offen mit ihrer Krankheit umzugehen. Damit das möglich ist, braucht es mehr Wissen und Verständnis in der gesamten Gesellschaft.

Verständnis in der gesamten Gesellschaft - öffentlicher Umgang mit dem Krankheitsbild - diese Erkenntnis hatten wir schon vor 20 Jahren und sind aktiv geworden. Unter dem Förderverein Altershilfe Muldental e.V. hat sich Juli 1999 eine Gruppe von Bürgern aus dem Muldentalkreis zusammengefunden mit dem Ziel, die Themen des Alters vielseitig zu diskutieren und öffentlich zu machen sowie älteren Menschen konkrete Hilfe zuteil werden zu lassen. Die Gründungsmitglieder entstammen aus unterschiedlichen Berufsrichtungen, sind aber schon seit langen Jahren mit Themen des Alters beschäftigt. Vertreten sind Ärzte genauso wie leitende Mitarbeiter eines Altenpflegeheimes, Architekten und andere freie Berufe.

Dem Vorstand gehören Herr Hans-Werner Bärsch, Herr Holger Kunadt und Herr Alexander Klatt an. Weitere Vereinsmitglieder sind Frau Dr. Cornelia Woitek, Frau Janett Würfel, Frau Christa Bärsch und Herr Andres Grün.

Als erstes Projekt hatte der Förderverein Altershilfe Muldental e.V. sich des Themas der "Pflege von Altersdemenz betroffener Menschen" angenommen. Ziel dieses Projektes war es, folgende Fragen zu klären:
nähere Erläuterungen zum Krankheitsbild Demenz als altersspezifische Erkrankung;
spezifische Konzepte für Pflege und Betreuung;
Aufbau von Selbsthilfegruppen;
Unterstützung bei erforderlichen Betreuungsleistungen durch ehrenamtliche Tätigkeiten.
Das Projekt Ehrenamt ist noch heute Grundlage unserer Tätigkeit.

Der Verein strebt an, neben der weiteren praktischen Verbesserung der Pflegesituation, auch im politischen Feld den hilfebedürftigen älteren Menschen die nötige Beachtung zu verschaffen.
Der Förderverein Altershilfe Muldental e.V. hat das Projekt "Bürger helfen Bürgern" auf den Weg gebracht. Mitbürger sollen gewonnen werden zu ehrenamtlicher Mithilfe in der Altenarbeit.
Diese Tätigkeiten werden auch im Rahmen der Projekte "Wir für Sachsen" durchgeführt.

Der Förderverein Altershilfe Muldental e.V. ist Träger des Internet-Cafes für Senioren und der Selbsthilfegruppen "Alzheimer/ Demenz-Angehörige". In den Selbsthilfegruppen in Wurzen / Bennewitz und Brandis wird Hilfe zur Selbsthilfe durch Gespräche, Erfahrungsaustausch, Vorträge, Fachliteratur, Betreuung u. ä. angeboten.

Unter der Verantwortung des Fördervereins Altershilfe Muldental e.V. wurde in den vergangenen Jahren der Sinngarten im Seniorenzentrum Brandis gestaltet. Durch eine Vielzahl von Anregungen sollen die verschiedenen Sinne und vergangene Gefühle aktiviert werden.

Weitere Höhepunkte unserer Tätigkeit waren die Fotoausstellungen "Mit Demenz nicht allein zu Hause" und "Würde - Leben mit Alzheimer", die in Zusammenarbeit mit Klaus Peschel entstanden sind.
Erwähnen möchte ich auch noch unser Projekt "Malen jung und alt", wo unter Anleitung eines Profi, Demente und Schüler vom Gymnasium tolle Bilder in Öl und Acryl gemalt haben.

Der Förderverein Altershilfe Muldental e.V. unterstützt konkret die Initiativen zur Sicherung von Lebensqualität im Alter mit verschiedenen Wohnformen, für uns zur Zeit ein aktuelles Thema.

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