Förderverein Altershilfe Muldental e.V.
 
   

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5. Alzheimertag in Brandis (08.12.2006)

Sozialministerin Orosz fordert größere Lobby für
Demenzkranke

Von LINDA DIETZE

Brandis. Mehr Unterstützung für Demenzkranke und ihre Angehörigen verlangten
am Sonnabend Politiker, Ärzte und Pflegedienstleitungen auf dem 5. Brandiser
Alzheimer-Tag. Sachsens Sozialministerin Helma Orosz forderte ein Ende des
Wegschauens.

Persönlichkeitsverlust, Abbau der geistigen Fähigkeiten, Verwirrtheit -
Begriffe die für ein Alters-Leiden stehen, an dem 1,2 Millionen Menschen
erkrankt sind. "Die Krankheit Alzheimer hat ein solch erschreckendes
Gesicht, dass viele den Blick lieber abwenden möchten.", erklärte die
sächsische Sozialministerin Helma Orosz. Das sei aber der falsche Weg.
"Demenzkranke brauchen dringend eine größere Lobby", stellte sie klar. Für
Alzheimer-Patienten sei es enorm wichtig, dass sie so lange wie möglich in
ihrer gewohnten Umgebung leben können. Deshalb halte Sachsen eine Pflegezeit
analog zur Elternzeit für sinnvoll. Auch die Weiterentwicklung der
Pflegeversicherung unter Berücksichtigung des Themas Demenz sei ein
wichtiger politischer Aspekt.

Dennoch: "Ich bin grundsätzlich dafür, dass wir weniger Staat, dafür aber
mehr Eigenverantwortung brauchen. Doch das haben viele noch nicht
begriffen", sagte Orosz.

Hans-Werner Bärsch, Vorsitzender des Fördervereins Altershilfe Muldental,
stimmte ihr zu: "Von der Politik gibt's kein Geld - das ist alle. Deshalb
müssen wir unbedingt in der Gesellschaft das Ehrenamt stärken." Dazu wurde
in Brandis bereits am Freitag ein wichtiger Schritt vollzogen. Aus den
Selbsthilfegruppen formierte sich ein ehrenamtlicher Dachverband - die
Alzheimer Gesellschaft Sachsen mit Sitz in Brandis.

Vorsitzender ist der Chefarzt des Brandiser Klinikums, Volker Rust. Die
Vereinigung werde dazu beitragen, das Thema Demenz stärker in den Blickpunkt
der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit zu rücken, sagte Rust.

Im Gespräch: Vereins-Vorsitzender Hans-Werner Bärsch, Jurist Albin Nees,
Staatsministerin Helma Orosz und und Chefarzt Volker Rust (v.l.) auf dem 5.
Alzheimer-Tag in Brandis.

AUS DER SATZUNG

Fortbildung: Der Verein umfasst als Landesverband die in Sachsen tätigen
regionalen Alzheimer-Selbsthilfegruppen. Zu den "herausragenden Aufgaben"
der Gesellschaft gehören die Fortbildung von ehrenamtlichen Mitarbeitern, um
den Umgang mit Demenzkranken zu schulen.

* * *

Hilfe zur Selbsthilfe: Der Verein setzt sich für die Verbesserung der
Lebensqualität und die Selbsthilfefähigkeit der Angehörigen ein sowie für
die Verbesserung des Pflegestandards. Er unterstützt Initiativen mit der
Absicht, Demenzkranke solange wie möglich in gewohnter Umgebung leben zu
lassen.

* * *

Beratung: Der Verein wird unmittelbar tätig durch Einzel- sowie
Gruppenberatungen, Gründung von regionalen Anlaufstellen und Durchführung
und Organisation fachspezifischen Tagungen beziehungsweise Fortbildungen.

LVZ-Muldental vom 27. 11. 2006, Seite 8

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