Förderverein Altershilfe Muldental e.V.
 
   

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Große Enthüllung in Brandis - Sinngarten des Pflegeheims startet in die Saison (30.05.2014)

Jedes Jahr Anfang Mai gibt es im Pflegeheim an der Bergstraße ein kleines Fest. "Und jedes Mal sind wir stolz auf unsere Hausmeister." Das sagt Janet Würfel. Sie ist die Leiterin des Heimes. Die Hausmeister haben den Sinngarten wieder einmal heil über den Winter gebracht. Nun kann der Frühling richtig losgehen, man freut sich auf den Sommer und den Herbst. Das wird schon traditionell gefeiert von den Heimbewohnern gemeinsam mit den Brandiser Bürgern. Und seit Dienstag gibt es im Garten des Hauses eine Attraktion mehr. Vor Kaffee, Kuchen, Bratwurst, Steaks und Lifemusik gab es eine Enthüllung. Heimleiterin Janet Würfel, Hanswerner Bärsch, Vorsitzender des Fördervereins Altershilfe, Geschäftsführer Jörg Christian Langner sowie Arno Jesse, Bürgermeister von Brandis, lüfteten mit einem kräftigen Ruck das Geheimnis eines bis dahin von einem Bettlaken verhüllten steinernen Quaders. Zum Vorschein kamen Tonsteine, alle produziert in Brandis. "Wir befinden uns hier an einem Ort der Industriegeschichte unserer Stadt", sagt Bürgermeister Arno Jesse. "Brandis – Stadt des Tones – Stadt der Tonsteine" nennt sich die Präsentation all dessen was an Baumaterialien produziert wurde. 18 Objekte sind es insgesamt. Darunter sechs aus den Mitteldeutschen Ton- und Kohlewerken Brandis – genannt MITOKO -, die sich genau an der Stelle befanden, wo heute der Sinngarten die Sinne erfreut. Initiiert wurde das Projekt von Hanswerner Bärsch. Nicht nur weil das Brandiser Pflegeheim sein Lebenswerk ist. Sondern auch aus persönlichen Gründen. "Mein Großvater war Chef der MITOKO", sagt er zur Einweihung der kleinen Zusammenstellung. "Es war mühsam, die Steine heute noch aufzutreiben", so Bärsch. Hilfe und Unterstützung gab es von vielen Seiten und so mancher Brandiser schaute im Keller, auf dem Boden oder in der Garage nach und wurde fündig. "Was hier noch fehlt, sind die Segerkegel, die die Temperatur beim Brennen anzeigen", bedauerte Hanswerner Bärsch am Dienstag. Da geht eine Hand hoch unter den zahlreichen Brandisern und ein Mann ruft: "Ich habe welche mit." Es ist Gerd Große, er hat Jahrzehnte im Silikatwerk gearbeitet, der dem steinernen Quader der Tonsteingeschichte ein neunzehntes Exponat hinzufügt. Ergänzt wird diese Brandiser Tongeschichte zum anfassen von elf Tafeln zum Anschauen. Im Pflegeheim werden auf dem unteren Flur Fotos und Texte aus der Sammlung von Frank Schimpke gezeigt. Der Brandiser Ortschronist dazu: "Denjenigen, die dabei gewesen sind, gibt das Betrachten der Bilder sicher Anlass zu mancher Anekdote. Den Nachgeborenen vermittelt die Fotoschau einen kleinen Einblick in die Geschichte ihres Heimatortes Brandis." Die Fotos aus dem Archiv Schimpke werden solange im Pflegeheim zu sehen sein, wie Andrang bestehe, versichert Janet Würfel. "Auf jeden Fall bis zum 31. Mai", fügt die Heimleiterin hinzu.

Bildtext:
Zu gleich: Heimleiterin Janet Würfel, Hanswerner Bärsch, Geschäftsführer Jörg Christian Langner und der Brandiser Bürgermeister Arno Jesse enthüllen am Dienstag gemeinsam die neue Attraktion im Pflegeheim an der Bergstraße.

Text und Foto: Klaus Peschel

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