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Demenz: (01.08.2013)

Dokumentiert von Maritta Voigt

Vor ca. 3 Jahren stellte man bei meinem Ehemann eine Fronto-temporale Demenz fest. Was bedeutet, seine Rechte und Linke Stirnseiten kommunizieren nicht mehr miteinander.
Das heißt, sein Denken und Handeln bildet keine Einheit mehr.
Selbständige Entscheidungen zu treffen sind unmöglich.
Ich habe mich über Alzheimer und Demenz informiert und festgestellt, die Krankheit wie folgt zu betrachten:
Ein Haus, mit vielen Zimmern und hinter jeder Tür zeigt sich die Krankheit mit einem anderen Gesicht. Also musste ich noch herausfinden, welche Symptome zu meinem Mann passen könnten, um entsprechend mit der Krankheit umzugehen.
Anfänglich zeigte sich die Demenz so: Mein Mann war interessenlos an Familie, Arbeit, Garten, Haus, Fernsehen, Lesen und Freunden.
Verstärktes Interesse fand er an Schokolade und pünktlicher Einnahme von Mahlzeiten. Auch seinen zwei Hunden galt weiterhin die Aufmerksamkeit. Nun leidet er unter ständigem Schlafdrang. Es tut weh zuzusehen, wie sein Körper und Geist langsam zerfällt.
Er ist voll auf meine Hilfe angewiesen, ob beim An- und ausziehen, beim Waschen, Laufen, Toilettengang und teilweise bei der Einnahme von Mahlzeiten usw.
Es ist wie bei einer frischen Blume, anfangs riecht sie gut und ist hübsch anzusehen. Eines Tages verliert sie an Schönheit, Kraft und das täglich. Eine Blume schneller, eine andere langsamer - so ist das Leben!
Es tut weh zu sehen, wie sich ein gestandener Mann Stück für Stück zu einem hilflosen Menschen entwickelt, wie ein hilfloses Kind.
Wichtig ist, die Hoffnung auf Besserung dem Betroffenen nicht zu nehmen.
Sehr hilfreich ist es, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Man schöpft Kraft und es ist sehr beruhigend, nicht allein mit der Krankheit des Partners zu sein.
Wenn man sich mit der Krankheit auseinander gesetzt hat, kann man sich besser auf diese einlassen und der Umgang mit dem Kranken fällt leichter.
Trotzdem ist es eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe, die Kraft und Nerven rauben kann.
Mit der richtigen Einstellung und Liebe zu dem Partner kann man diese Aufgaben lösen. Auch mit der Hilfe von Freunden fällt es leichter.
Ich kann nur jedem Menschen raten, sich zeitig mit dieser Krankheit auseinanderzusetzen. Denn die Alzheimer-Demenz fragt nicht nach Alter und Schönheit.

Vielen Dank
Marita Voigt
Machern, 30.5.2013

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