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Beitrag (2) über Alzheimer der Selbsthilfegruppe Alzheimer/ Demenz – Angehörige in Bennewitz (04.07.2012)

Alzheimer Morbus, die Krankheit über die wir im letzten Blatt geschrieben hatten. Eine ungeklärte noch unheilbare Erscheinung, die weit verbreitet ist und rasant zunimmt.
Klar, dass sich die Forschung im medizinischen als auch im pharmazeutischen Bereich auf jeden nur denkbaren Ansatz konzentriert. Jeder will frühzeitige Ergebnisse präsentieren. Das ist sehr gut so. Zumindest ein Hoffnungsschimmer für die, die später noch erkranken werden.

Und hier sind wir bei den häufigsten Fragen, die uns meist indirekt gestellt werden:
Wie fängt diese Krankheit an? Wann und wie habt ihr es bemerkt?
Seltener so direkt:
Ich glaube ich bekomme auch Alzheimer! Also die tiefe Sorge und Angst vor einer unheilbaren und schleichenden Krankheit die im keinem „guten Ruf“ steht. Es geht ja um den Verfall der höchst entwickelten Substanz – unserem Gehirn.
In unserer Selbsthilfegruppe reden wir sehr viel über die Entstehung – besser über das Feststellen - der Krankheit. Wie wurde es bei dem Einen oder Anderen unserer betroffenen Angehörigen bemerkt? Schon hier scheiden sich die „Geister“. Wann habe ich es bemerkt, bei was habe ich es bemerkt. Nur in Kleinen Puzzeln können wir ein Mosaik zusammensetzen.
Die Krankheit ist schleichend, bis zu 10 Jahre vor der medizinischen Feststellung treten Veränderungen auf. Dabei gibt es, auch im fortgeschrittenen Stadium noch, Tage die sind super, aber auch Tage da geht dem Kranken sehr viel verloren. Der Kranke merkt es als Erster das Defizite auftreten. Gewisse Handlungsabläufe fallen ihm schwer oder gehen ganz verloren. Mit seiner gesamten verbleibenden Kreativität überspielt er dann ganz bewusst die entstehenden Engpässe. Nur in einem gut organisierten Zusammenleben kann dies eher erkannt werden.
Es tritt mehr und mehr eine Wesens Veränderung ein. Was bisher wichtig war tritt in den Hintergrund und umgekehrt. War er ein aufgeschlossener und mitteilungsbedürftiger Mensch, dann wird er zurückhaltender. Wir spüren aber die innere Unruhe in ihm. Er möchte weiter mit gestalten, akzeptiert werden, doch er spürt die Hindernisse. Die Kommunikation leidet als erstes. Die Wortfindung wird sehr schwierig. Dies sollte im täglichen Gespräch erkannt und akzeptiert werden – reden lassen und Fragen stellen - auch wenn es nicht gerade das brennende Thema ist.

Das eigentliche Vergessen ist anfänglich nicht der auffallende Grund. Nicht jeder, der was vergisst oder verlegt, hat Alzheimer. Dies sind mehrheitlich die Ängste, die uns als Fragen erreichen.
Nein, Vergessen (Termine, Einkäufe, Fakten aus Gesprächen) ist für jeden Menschen normal. Habe ich die Tür verschlossen, das Licht ausgemacht, was wollte ich noch einkaufen, wo liegt meine Brille und vieles mehr fragen sich alle mehrmals am Tag. Vieles läuft als Routine ohne zu denken im Unterbewusstsein ab.
Wenn wir noch wissen, was wir suchen müssen, können wir noch rekonstruieren – auch wenn es nur Teilstücke sind: Ab wann vermissen wir was…. wo waren wir in etwa… was haben wir gemacht… dann ist es nicht beängstigend. Erst wenn wir keine Anhaltspunkte mehr finden, es uns egal ist, weil es für uns nicht mehr interessant oder wichtig ist, das Nachforschen, Nachdenken und Suchen, dann wird es bedenklich.
Kommt es dabei zu Häufungen sollten sie vielleicht einen Arzt konsultieren oder die Beratung der Selbsthilfegruppe im Rathaus (Zimmer 312) jeweils Dienstag 15 – 17 Uhr zu einem Gespräch aufsuchen.

Manfred,Mitglied der SHG Bennewitz, 04.07.2012

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