Förderverein Altershilfe Muldental e.V.
 
   

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Fühlen, tasten, riechen und hören (12.08.2005)

Sinnengarten im Brandiser Seniorenzentrum übergeben / Offen für Besucher

Brandis. Unkrautzupfen zwischen Kohlrabi und Radieschen, reife Gurken
ernten. All das kann Fingergymnastik gegen die Schwächen des Alters sein.
"Es ist wunderbar mit anzusehen. Die alten Leutchen kommen schon ganz in der
Frühe und buddeln in der Erde. So die Sinne wiederzubeleben, dies hält sie
mobil", freut sich Hans-Werner Bärsch über das Engagement. Dem Leiter des
Alten- und Pflegeheimes in Brandis (Muldentalkreis) war etwas ganz
Besonderes in den Sinn gekommen: Ein Sinnengarten, der den Senioren
Abwechslung und Freude bringen soll. Gestern wurde das Projekt auf 3000
Quadratmetern offiziell eingeweiht. Bärsch, der auch Vorsitzender des
Födervereins Altershilfe ist, hofft auf große Resonanz in der
Öffentlichkeit.

Das Hören, Fühlen, Schmecken und Tasten sollen die Senioren wieder bewusst
erleben. "Durch das Ansprechen der Sinne wird die Erinnerungsarbeit
unterstützt, der Geist belebt - verschiedene Spielgeräte regen dies an", so
Bärsch. Vor allem für demenzkranke Menschen - derzeit leben davon 30 im
Brandiser Heim - ist die Wahrnehmung besonders wichtig. Bärsch: "Durch die
Sinne können wir Vergessenes neu erleben. Die Menschen gewöhnen sich besser
an das neue Umfeld."

Auch ein Barfußfeld gehört zum Projekt. "Ostseesand, Feld, Steine und vieles
mehr - alles soll den Fußreflex wecken", erklärt der Heimleiter. Zudem
können Klanggeräten Töne und Melodien entlockt werden, Hoch-Beete mit Gemüse
und Früchten spenden Düfte. All das konnte vor allem dank der über 7000 Euro
Spenden durch den Förderverein realisiert werden.

Der Heimleiter ist noch voller weiterer Ideen. Für sein Engagement wurde der
63-Jährige vom Leipziger Regierungspräsidium auch als "Sachsen Ass 2005"
vorgeschlagen.

Für das Brandiser Altersheim entwickelte Bärsch ein neues Konzept für die
Behandlung von Demenzkranken: das Domus-Prinzip. Anstatt sie in Gruppen von
"normalen" Heimbewohnern zu integrieren, sind die meisten bei ihm in einem
Extra-Haus untergebracht. "In Zehnergruppen wird für die 30 Leute eine
optimale Pflege gewährleistet. Somit kann individuell auf Bedürfnisse
eingegangen werden."

Linda Dietze

LVZ - Leipzig vom 06.08.2005, Seite 4

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